Teil eines Werkes 
10. Theil, Atar-Gull : Roman : 3. Bändchen (1838)
Entstehung
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Die geringen Einkuͤnfte des Pflanzers waren bereits erſchoͤpft; da arbeitete der Neger Tag und Nacht, um einen kranklichen Greis zu erhalten⸗ den eine lange Reihe von Ungluͤcksfaͤllen in einen ſtets gereizten und aufgebrachten Zuſtand verſetzte, was wohl ſehr verzeihlich war; und dieſes Unge⸗ mach ertrug der arme Schwarze ohne Murren, ohne die geringſte Klage.

Was ſoll ich Ihnen ſagen, meine Herren? Der ungluckliche Pflanzer, ſeiner Sprache beraubt, konnte bald ſeine Glieder nicht mehr brauchen; ſein Geiſt ward irre, und einige lichte Augenblicke abgerechnet, lebte er noch eine lange Zeit in voll⸗ kommenem Wahnſinn.

Endlich erlag der Pflanzer ſo vielem Un⸗ gluͤcke und ſo herben Leiden.

Und nun, meine Herren, zeigte ſich erſt, wie weit die Dankbarkeit und Liebe dieſer ungebildeten Naturmenſchen geht.

Kaum hatte der wuͤrdige, treffliche Arzt, der den Kranken unentgeltlich behandelte, dem Diener ſeines Herrn nahenden Tod verkuͤndet, als dieſer ganz außer ſich gerieth, und in einem Anfalle ſehr verzeihlicher, vielleicht bewundernswerther Ra⸗ ſerei ausrief: vEr ſoll nicht ſterben das Ee ben iſt mir nur um ſeinetwillen lieb wenn du ihn ſterben laͤßt, bringe ich dich um.«6

Dieſe Worte, dieſe tiefen, energiſchen Klagen, mit der Glut eines Aftikaners ausgeſtoßen, werden,