Teil eines Werkes 
10. Theil, Atar-Gull : Roman : 3. Bändchen (1838)
Entstehung
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Derer zu unterſuchen, die ſich um den Tugend⸗ preis bewerben, welchen der verſtorbene Herr Mon⸗ tyon gruͤndete, hat, nach der ſtrengſten und ge⸗ wiſſenhafteſten Pruͤfung, einſtimmig erkannt, daß dieſes Jahr der Preis von zehntauſend Francs, dem Herrn Herrn Bernhard Auguſtin Atar⸗Gull, Neger, gebuͤrtig von der afrikaniſchen Kuͤſte, drei⸗ ßig Jahr und einige Monate alt, zuerkannt werde.

Eine kurze und gedrangte Nachricht uber ſein ganzes Leben, welches mit unbegrenzter Aufopfte⸗ rung ſeinem Herrn geweiht war, wird, wie ich hoffe, einen Beweis fuͤr die Unparteilichkeit der Commiſſion geben.

Bernhard Auguſtin Atar-Gull wurde vor etwa fuͤnf Jahren, ein Opfer des Sklavenhan⸗ dels, nach Jamaika verkauft, wo ſeine gute Auf⸗ fuͤhrung, ſeine Unterwuͤrfigkeit, ſein Fleiß, bald die Aufmerkſamkeit ſeines Herrn auf ſich zogen, der ihm ſein ganzes Zutrauen ſchenkte.

Ploͤtzlich wurde der Pflanzer Tom Wil von unerwarteten und ſchrecklichen Ungluͤcksfaͤllen heim⸗ geſucht; der Tod ſeiner Tochter, ſeiner Frau und ſeines Schwiegerſohnes, folgten raſch auf einan⸗ der; er verlor zur ſelben Zeit ſein bedeutendes Ver⸗ moͤgen, und ſah ſich gezwungen, Jamaika zu ver⸗ laſſen, um den traurigen Erinnerungen zu ent⸗ fliehen, die ihm unfehlbar das Leben geraubt haben wuͤrden.

»Da, meine Herren, hatte der Pflanzer in die⸗ Atar⸗Gull. 1MI. 7