Teil eines Werkes 
10. Theil, Atar-Gull : Roman : 3. Bändchen (1838)
Entstehung
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Camelien, genug, die ganze reiche und uͤppige Ve⸗ getation— nach und nach verſammelten unter den Rieſenbaͤumen ſich ſeine gute zaͤrtliche Gattin, ſeine ſanfte Jenny, ſein rechtſchaffener, offener Theoderich und ſchmerzlich erinnerte er ſich ihrer langen Spaziergaͤnge Abends nach dem Gebete, der unſchuldigen Spiele bei den rauſchenden mun⸗ tern Feſten, die er ſeiner Tochter gab— er ge⸗ dachte ihrer unbefangenen Liebkoſungen, ihrer aus⸗ gelaſſenen Munterkeit— und endlich der reizenden Ausſicht in die Zukunft auf Gluͤckſeligkeit, Reich⸗ thum und Liebe; und dieſe ganze Zukunft des Gluͤckes, des Reichthumes, der Liebe war in zwei Monaten durch ein verhaͤngnißvolles Geſchick ge⸗ brochen, gemordet worden!

Denn er, einſt einer der reichſten Pflanzer von Jamaika, er ſah ſich gezwungen, von den Almo⸗ ſen eines Negers zu leben, eines Sklaven, mit dem er, Tom Wil, eine ſchlechte, traurige, duͤſtere Wohnung theilte, er, deſſen große prachtvolle Be⸗ ſitzungen ehemals mit Menſchen belebt waren, die bei ſeiner Stimme zitterten—

Welche Erinnerungen!—

Sein bleiches Antlitz verduͤſterte ſich daher auch mehr und mehr, und die ſchrägen Sonnenſtrahlen, welche es ſcharf beleuchteten, hoben die Schwer⸗ muth noch ſichtbarer hervor, und zeigten ſeinen tiefen, unausſprechlichen Kummer, der das grau⸗

ſamſte Herz erweicht haͤtte.