Teil eines Werkes 
10. Theil, Atar-Gull : Roman : 3. Bändchen (1838)
Entstehung
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Bald entrollten Thraͤnen ſeinen Augen; er üieß ſein kahles, ehrwuͤrdiges Haupt in ſeine zit⸗ ternden Haͤnde ſinken, und vertiefte ſich in duͤſte⸗ res Sinnen.

Die Nacht war indeß ganz hereingebrochen.

Atar⸗Gull ging, um die Thuͤre, die auf die Treppe fuͤhrte, ſorgfaͤltig zu verriegeln, und beob⸗ achtete dann dieſelbe Vorſicht in der Stube ſeines Herrn:

Er zuͤndete eine Lampe an, welche nur ein ſchwaches, unſicheres Licht verbreitete, naͤherte ſich dann dem Pflanzer, der noch immer in Nachden⸗ ken verſunken da ſaß, und betrachtete ihn einen Augenblick!—

Dann gab er ihm mit ſeiner großen derben Hand einen ſtarken Schlag auf die Schulttr, und ſchreckte ihn plötzlich auf; denn der ehrliche Wil war endlich eingeſchlummert.

Zum erſten Male erbebte der Herr bei dem Anblicke ſeines Sklaven.

Der Auftritt hatte aber auch etwas Seltſames und Schreckliches.

Ritten in der geraͤumigen und niedrigen Stube, kaum von dem flackernden röthlichen Scheine der Lampe beleuchtet, ſtand die athletiſche Geſtalt Atar⸗Gulls aufrecht, mit Flammen ſpruhendem Blicke, die Arme kreuzweiſe uͤbereinander geſchla⸗ gen und ein holliſches Laͤcheln auf den verzerrten