Teil eines Werkes 
10. Theil, Atar-Gull : Roman : 3. Bändchen (1838)
Entstehung
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ger; die duͤnnen Haare waren ganz weiß, ſelbſt im Schlafe bewegten faſt unausgeſetzte krampf⸗ hafte Zuckungen ſeine Augenbrauen, und die Ober⸗ lippe, davon emporgezerrt, zeigte die geſchloſſenen Zaͤhne.

Atar⸗Gull ſtand am Fuße des Bettes, die Arme kreuzweiſe uͤbereinander geſchlagen, und be⸗ trachtete ihn mit einem unbeſchreiblichen Ausdruck, von Freude und befriedigtem Haſſe gemiſcht— ſeine Rache war vollkommen.—

Ja! man muß wiſſen, daß der ſchwaͤrzeſte, ungeſundeſte, fuͤrchterlichſte Kerker dem Pflanzer gegen dieſe kleine reinliche Stube als ein Palaſt, ein koͤnigliches Schloß, vorgekommen waͤre.

Ja man muß wiſſen, daß die langſamſte, furchterlichſte Tortur, die gräßlichſte Todesart, dem Pflanzer als unausſprechliches Gluͤck erſchie⸗ nen waͤren, im Vergleiche zu der unterwuͤrfigen und achtſamen Ergebenheit ſeines Sklaven!

Man urtheile! Das Vermoͤgen, welches Herr Wil noch beſaß, war ſo gering, daß er, wie wir„ wiſſen, in England damit nicht auskommen konnte, und ſich deshalb entſchließen mußte, nach Paris zu ziehen. Er ſuchte eine entfernte, einſame Straße, um wohlfeil zu wohnen; der Wirth des kleinen Gaſthofes, in welchem er abgeſtiegen war, wies ihn nach der rue Tirechappe.

Wil's Niedergeſchlagenheit und Schwermuth vermehrten ſich taͤglich; gleichguͤltig gegen Alles,