Teil eines Werkes 
10. Theil, Atar-Gull : Roman : 3. Bändchen (1838)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

——

„Gut, ſehr gut, meine beſte Herrin— ſprecht nur nicht— es greift Euch an—4

vUnd wenn ich bedenke,« murmelte ſie, daß Theoderich ſeit jenem ungluͤcklichen Tage, wo er aus der Stube ſturzte, die graͤßliche Schlange zu verfolgen, verſchwunden iſt—«

Der Pflanzer betete, ſein Geſicht mit beiden Haͤnden bedeckend, knieend am Bette ſeiner gelieb⸗ ten Frau.

Er wurde durch das Schreien des Schwarzen aus ſeiner Andacht erweckt. 2

err— Herr— die Frau— ſie ſtirbt.«

Die Schwaͤche der beklagenswerthen Mutter nahm in der That ſichtbar zuz alle innere Kraft dieſer zaͤrtlichen, liebenden Seele war durch den Verluſt ihrer Tochter gebrochen. Ihr letzter Au⸗ genblick nahte— ſie machte ein Zeichen, daß ſie zu reden wuͤnſche— der Pflanzer und der Neger knieten neben ihr nieder und horten ihr ſtill zu.

»Lieber Mann, 4 ſagte ſie mit erloſchener, ſterbender Stimme, verlaß die Inſel— der un⸗ geheuere Verluſt, den du durch den Tod faſt aller deiner Heerden und eines betraͤchtlichen Theiles dei⸗ ner Sklaven erlitten haſt, macht deine Abreiſe nothwendig— denke nicht, dein Vermoͤgen hier wiederzuerlangen; zu viele Erinnerungen braͤchten dich hier ums Leben— mache das Wenige, was noch von unſerer Habe uͤbrig bleibt, zu Gelde— geh fort— nimm Atar⸗Gull mit dir— er iſt