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Huͤlfe! Mutter— liebe Mutter— zu Huͤlfe! — eine Schlange—4
Umſonſt.—
Vater, Mutter und Bräutigam hielten die Thuͤre von Außen zu, und ſie hoͤrte ihres Vaters Stimme, der ſcherzend rief:
„Ja, ja, ſchreie nur, rufe, und lerne huͤbſch, dich nicht furchten— kleine Närrin— ſie wird dich nicht fteſſen— nimm doch Vernunft an— großer Gott! wie biſt du ſo kindiſch!
„Sei vernuͤnftig, meine Jenny,« rief die lic⸗ bende Mutter, vheile dich nun ein fuͤr alle Mal von deiner Furcht—6
Selbſt ihr geliebter Theoderich fuͤgte hinzu vIch bin es, meine Jenny, der Schuld daran iſt; du wirſt mir die Muͤhe mit einem ſußen Kuſſe lohnen! Denn mein Engel, ich that es zu deinem eignen Beſten—6
Sie glaubten alle Drei, daß ſie die todte Schlange fuͤrchte, welche ſie dem armen Kinde hingelegt hatten, um ſie dadurch an den Anblick zu gewoͤhnen.
Jenny ſtieß einen graͤßlichen Schrei aus und fiel an der Thuͤre zu Boden.
Die Schlange war uͤber den Rand des Ka⸗ ſtens gekrochen und waͤhrend ihr Schwanz ſich noch mitten zwiſchen den Blumen bewegte, gei⸗ ferte ihr halb geoffneter Rachen Schaum uͤber Jenny— Sie kroch näher— ſah ihr Weibchen


