Teil eines Werkes 
9. Theil, Atar-Gull : Roman : 2. Bändchen (1838)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Jenn dn willſt deinen Theoderich anklagen? 4 Madame Wil kam naͤher. Mein Freund, du mußt ermuͤdet ſein. Wollen Sie abſteigen, Herr Wil? 4 fragte Theoderich theilnehmend. Nein, meine Kinder, nein, mir iſt ſehr wohl; wie ſollte ich Ermuͤdung bei ſo liebevollem Em⸗ pfange fuͤhlen doch will ich lieber den uͤbrigen Weg zu Fuße machen mit Euch.« Drr Pflanzer ſtieg ab, ſtreichelte das Maulthier mit ſeiner fetten Hand, und uͤbergab es einem der Neger, die ihm gefolgt waren. vWas iſt das fuͤr ein Neuer?« fragte Ma⸗ dame Wil, auf Atar-Gull zeigend. vEin Diamant, ein wahrer Diamant, wie mir Jakob verſichert; ich will ihm die Stelle des traͤgen Cham*) geben.« Iſt dieſer Sklave auch ſicher? lieber Mann. vDu weißt, Jakob verſteht ſich darauf; kommt, kommt, laßt uns eilen, ich verſpuͤre einen ſtarken Hunger«.

*) Man darf ſich nicht wundern, die Neger mit bibliſchen oder mythologiſchen Namen benannt zu hö⸗ ren. Sobald eine Koppel Neger in der Colonie an⸗ kommt, tauft man ſie; ſo heißen die einer Pflanzung z. B. Hiob, Cham, Japhet u. ſ. w., die einer andern Vulkan u. ſ. w., nach der Laune ihres

errn.

1