Teil eines Werkes 
9. Theil, Atar-Gull : Roman : 2. Bändchen (1838)
Entstehung
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Vergeßt den Champagnerrauſch, laßt den Schaum des Champagners verfliegen, laßt den Wein uͤber den braunen Hals der Flaſche ſpru⸗ deln.

Was braͤchte eine ſolche Trunkenheit? unzu⸗ ſammenhaͤngende Gedanken, einen ſchweren Kopf, erloſchene Vernunft, einen thieriſchen Zuſtand; das ſind die Folgen ſolcher gemeinen Orgien.

Der Opium dagegen! ſeht hier dieſen Brulart! Wuͤßtet Ihr, was er traͤumt!

Das iſt ein ſeltſamer Menſch! grauſam und niedertraͤchtig, hat er durch Laſter und Verbrechen eine unwiderſtehliche Herrſchaft uͤber ſeine verwor⸗ fenen, entwuͤrdigten Geſellen gewonnen; nie hat er einen edlen, troͤſtenden Gedanken; man kann ſagen, daß er ſcherzend, ſataniſch lachend den Koth aufwuͤhlt, um zu erproben, bis zu welchem Grad ſich der Menſch herabwuͤrdigen kann.

Dies Leben, ſein taͤgliches Scheinleben, ſein

phyſiſches Leben, ſein Leben als Raͤuber, als Sklavenhaͤndler, das ihn noch an den Galgen bringen wird

Doch jitzt traͤumt erz der Geiſt, die Seele, haben die unedle Huͤlle abgeſtreift, und ſein zwei⸗ tes Leben beginnt ſchoͤn, lachend, geſchmuͤckt mit Blumen, und Frauen mit praͤchtigen Schloͤſ⸗ ſern, mit Geſaͤngen von Liebe und Ruhm; ein Leben, um das wir alle ihn beneiden muͤſſen, ja ge⸗

wiß, denn der Rauſch des Opiums ſtellt ihn auf