Wahrlich, waͤre nicht einer meiner Großonkel Domherr zu Rheims und ein ſehr heiliger Mann geweſen, ſo wuͤrde ich hier, auf mein Wort, ein recht huͤbſches und erotiſches Bild entwerfen.
Denkt Euch einige zwanzig Negerinnen, ſaͤmmt⸗ lich von dem Alter eines guten Ochſen; nicht etwa braͤunliche, ſchmutzige Kafferinnen, öhlig, ſchmierig, mit einem garſtigen, wolligen Kopfe;— nein!
Es waren ſchlanke, große junge Mädchen, kraͤftig und fleiſchig, mit langen, duͤnnen Naſen, hoher Stirn, glattem Haar, glaͤnzend wie der Fittig des Raben. Und welche Augen! wahrhaft ſpaniſche Augen, groß und ſchön mit einem ſam⸗ metartigen Augapfel, welcher auf einem ſo feuch⸗ ten, ſo durchſichtigen Grunde glaͤnzte, daß er faſt blaͤulich ſchien. Und der Mund— Ebenholz, Elfenbein und Korallen.
Haͤttet Ihr ſie ſo geſehen, alle Wetter, dieſe
Namakinnen, von Brulart's Schiffslampe wun⸗ derlich beleuchtet.
Haͤttet Ihr geſehen, wie das ſchwankende Licht die ſchlanken anmuthvollen Koͤrper uͤberflog, die es zu vergolden ſchien.—
Einige, mit einer bunten Negerſchuͤrze von lebhafen Farben halb bedeckt, zeigten ihre bloßen, runden, vollen Schultern; Andere kreuzten ihre ſchö⸗ nen Arme uͤber einem feſten, wogenden Buſen; dieſe hier—
Ach! waͤre nicht einer meiner Großonkel Dom⸗


