Teil eines Werkes 
9. Theil, Atar-Gull : Roman : 2. Bändchen (1838)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Ausdruck von Gluͤckſeligkeit ruhte dabei auf ſeiner ſchoͤnen Geſtalt; ohne zu reden, oͤffnete er den Mund und ließ zwei Reihen der ſchoͤnſten weißen Zaͤhne ſehen der arme Junge war in ſeinem Traume ſo ſelig!

Ich will dich lehren, mir ins Geſicht lachen, ſchwarzer Hund,« ſchrie Brulart, dem dieſe uͤbel angebrachte Froͤhlichkeit laͤſtig war, und mit ei⸗ nem Schlage ſeines Eichenſtockes erweckte er den Schlaͤfer.

Es war wirklich ein herzzerreißender Anblick, dieſen Menſchen zu ſehen, ich meine dieſen Neger; noch eben ſo heiter, ſo zuftieden, bewahrte er einen Augenblick den Ausdruck ſeiner truͤgeriſchen Froͤh⸗ lichkeit; dann fiel ſein Blick auf ſeine Feſſeln, und augenblicklich ſah man ſeine duͤſtere Verzweif⸗ lung, und zwei große Thraͤnen rollten uͤber ſeine Wangen herab. Er erkannte ſeine jetzige Lage wieder in ihrem wahren Lichte und fuͤhlte wie die Andern einen gewaltigen Hunger, denn auch ihn hatte man etwas vernachlaͤſſigt.

Brulart gelangte endlich an das Ende des Schiffes nahe am Vordertheil.

Dort waren die Weiber eingepfercht.

Ha! ha le ſagte der Seeraͤuber; vhier end⸗ lich das Serail, tauſend Donner des Teufels! Hier muß man ſehen koͤnnen. Cartahut, geh, hol mir eine Schiffslaterne,« rief er ſeinem Schiffsjun⸗ gen zu. Die Laterne kam, und Brulart ſchaute! 2