Teil eines Werkes 
9. Theil, Atar-Gull : Roman : 2. Bändchen (1838)
Entstehung
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der Mimoſen, wenn die ſinkende Sonne die Spi⸗ ten der Baͤume erleuchtet, die Voͤgel der Luͤfte ihre Abendlieder zwitſchern und der Waldgeſang der Didrike und der Kapſperlinge ſich mit dem entfernten dumpfen Gebruͤlle der Loͤwen und Pan⸗ ther eint.

Oder wenn das abſcheuliche Nilpferd, wie die alte Gottheit dieſes afrikaniſchen Fluſſes, brauſend die Wellen theilt, ſeinen ſchwarzen geharniſchten von Waſſer triefenden Leib zeigt, der mit gruͤnem Schilf und Seeroſen bedeckt iſt, deren blaue Blu⸗ men auf den breiten ſilbernen Wogen treiben und dann die Erinnerung an ein Feſt im Kraal, an welchem der Haͤuptling eine große Elephanten⸗ jagd fuͤr den folgenden Tag verſprach.

Tanze nur, tapferer Kaffer, tanzez deine Pfeile ſind geſchaͤrft, dein Beil funkelt und dein Bogen iſt glaͤnzend; tanze, denn die Sonne gehet unter, aber der Mond leuchtet, und Narina liebt es ſo ſehr, das bleiche Leuchten des Mondes!

Das war der Traum Einiger von ihnen; denn wie die Geſichter der Wachenden finſterer und kummervoller wurden, ſo ſtrahlten die einer Menge der Schlaͤfer in Gluͤck und Wonne. Be⸗ ſonders Einer, Atar-Gull, ein großer junger Ne⸗ ger mit krauſem Haare, dehnte ſein freundliches, offenes Geſicht, daß es eine Luſt war, die Backen ſich aufblaſen, die Ohren ſich bewegen, ſeine Haͤnde

den Tact ſchlagen zu ſehen. Ein unbegreiflicher

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