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Verwandten unſeres Erzbiſchofs, Herrn von**, hier angekommen. Dieſe Dame reiſte angeblich ihrer Geſundheit wegen, und lebte hier in der hoͤchſten Geſellſchaft. Geſtern bei Sonnenuntergang hoͤrte man ein entſetzliches Schreien in den Zimmern der Frau Graͤfin, welche am Hafen, im Hotel der Geſandtin wohnt. Man erbrach die Thuͤr, und fand die Graͤfin von vielen Dolchſtichen verwundet, in ihrem Blute ſchwimmend; ſie konnte ihrem Reiſegefaͤhrten nur noch die Worte zuſtammeln: vIch hielt ihn fuͤr todt, aber er lebt— er hat mich ermordet— fuͤrchte Alles von ihm— ich liebte nur Dich— Liebe«—— Hier verſchied
ſie.— Ihre Beerdigung fand dieſen Morgen Statt;
man ſucht den Moͤrder uͤberall auf, welcher, wie man ſagt, der Gemahl der Dame iſt, Graf Ar⸗ thur v.***, den man todt glaubte; doch hegt man wenig Hoffnung, ihn zu entdecken, da mehrere Zeugen vorgeſtern Abend, gleich nach geſchehenem Morde, einen Mann geſehen haben wollen, der ſehr ſchnell dem Hafen zueilte, und man weiß, daß denſelben Abend ein Schiff mit ſardiniſcher Flagge unter Segel ging. Sehr ſtarke Vermuthungen ſprechen auch dafüͤr, daß dies Ungeheuer aus Eifer⸗ ſucht ſein Leben in den Wellen beſchloſſen habez der Steckbrief, der am Rathhauſe angeſchlagen iſt, lautet: Fuͤnf Fuß zehn Zoll groß— ſehr mager — langes, blaſſes Geſicht— ſchwarze Augenbrauen, ſchwarzer Bart, ſchwarzes Haar, ſehr hellblaue Au⸗


