Teil eines Werkes 
8. Theil, Atar-Gull : Roman : 1. Bändchen (1838)
Entstehung
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ben; das iſt gar zu gewohnlich, da man durch ein gutes, raſch wie der Blitz wirkendes Gift, im an⸗ genehmen kuͤhlen Schatten ſitzend, die Welt ver⸗ laſſen kann; es war gerade im Juli.«

vDas iſt kein Weib, das iſt ein Engel,« rief Arthur, als er Marie ganz gluͤcklich, laͤchelnd, ein kleines Flaͤſchchen von duͤnnem, leicht zerbrechlichem Glaſe oͤffnen ſah, welches mit einer ſmaragdgruͤnen Fluͤſſigkeit gefuͤllt war.

Sie ſtreckten ſich Beide unter einer alten dick belaubten Eiche hin, die einſam ſtand; die Luft war ſchwuͤl, der Himmel klar, die Sonne im Un⸗ tergehen.

vSprich, mein Angebeteter, wie wir dieſen herr⸗ lichen, erloͤſenden Trank theilen wollen 4 ſagte die junge Frau, indem ſie ihren weißen, runden Arm um den Nacken ihres Gatten ſchlang, ihn auf die Stirn kuͤſſend.

vIch weiß nicht, mein Engel,« antwortete gleichguͤltig Arthur; an ihrem Buſen ruhend, zaͤhlte er unter ſeinen Lippen die Schlaͤge ihres Herzens.

»So hoͤre l« verſetzte ſie mit einem in Leiden⸗ ſchaft brennenden Blicke, indem ein wollͤſtiger Schauer ihr ganzes Weſen zu durchzucken ſchien, vhore, mein Arthur, was ich dir vorſchlage; laß uns Beide dieſes duͤnne Glas in den Mund neh⸗ men und wir zerbrechen es mitten in dem Ent⸗ zucken eines Kuſſes du weißt wohl 6