Teil eines Werkes 
8. Theil, Atar-Gull : Roman : 1. Bändchen (1838)
Entstehung
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tare aufgehaͤngt. Und wenn die Sonne Abends, hinter einer Decke von Purpur und Gold ver⸗ ſchwindend, das Meer in einen feurigen Ocean zu verwandeln ſchien, der das Schiff mit Glanz bedeckte, ſo hatten gewiß Wenige die Gewohnheit, auf dem Verdecke niederzuknien und ihre Stim⸗ men dankbar zu einer geiſtlichen Hymne zu ver⸗ einigen, deren ruͤhrende Worte mit der erhabenen Harmonie der Natur uͤbereinſtimmten.

Es waren wohl auch nicht lauter keuſche Bil⸗ der, die ihrer feurigen Einbildungskraft laͤchelten, wenn ſie Abends, in ihren Haͤngematten ſich ſchau⸗

kelnd, einſchliefen.

Gewiß, ſie hatten nicht die friſchen, roſigen, ju⸗ gendlichen Geſichter, nicht die reinen, offnen Stir⸗ nen, die ſich beim eiſten Anblick einer Frau mit gluhendem Roth uͤberziehen; nicht den ſchuͤchter⸗ nen Blick, der, von langen, ſeidenen Wimpern beſchattet, Jahren ſanft melancho⸗ liſch zu ſagen ſcheint:— Ol wie wuͤrde ich die Frau lieben, die mich nicht verſchmaͤhte; aber, mein Gott, welche Frau wird ſich meiner er⸗ barmen?

Sie vielleicht? Armer Juͤngling! Wenn er nur wuͤßte!—

Doch um wieder von Benoit's Schiffsvolk zu reden: ſo war es nicht; ſeine Matroſen zeigten ſich zuweilen als Gottesläſterer, zuweilen als Trunken⸗ bolde, zuweilen als Zänker, hatten zuweilen ſelbſt

Atar⸗Gull. 1. 6