64
»Hundert Piaſter!— und was kann ich denn noch verdienen? Großer Gott, hundert Piaſter, hundert Piaſter!
vIhr verkauft ihn in Jamaika fur dreihundert; ſeht nur, wie er gebaut iſt! welche Schultern, wel⸗ che Arme! er iſt zwar ein wenig mager, doch wenn er wieder zunimmt, ſollt Ihr ſehen; ich ſchwoͤre Euch, es iſt ein praͤchtiges Geſtell.«
vAchtzig Piaſter, ſo ſei der Handel geſchloſſen, Vater van Hop, wahrhaftig, ich begehe eine Thor⸗ heit; nun, es bleibt unter uns, ich kaufe von dem Verdienſte Segel, einen tuͤrkiſchen Shawl fuͤr meine Frau, und laſſe Thomas ein Schiffchen machen; der Junge kennt kein groͤßeres Vergnuͤgen, als das Seeweſen.«
„Topp— Ihr macht mit mir, was Euch beliebt, aber Ihr ſeid ein ſo braver Gatte und Hausvater— man kann Euch nichts abſchlagenz ſo ſei es um achtzig Piaſter— es iſt geſchenkt.«
Nachdem der Handel geſchloſſen und die Waa⸗ ren an van Hop uͤbergeben waren, denn Taroo lag, von dem vielen genoſſenen Rum betrunken, wie todt am Boden, bekamen die Neger eine kleine Erfriſchung, und die Leute des Taroo begleiteten die acht Matroſen Benoit's, um die verkauften Neger bis an den Landungsplatz der Katharina zu
bringen; dort ſollten ſie eingeſchifft oder aufgehißt
werden, nach eines Jeden gutem oder boͤſem Willen.


