Teil eines Werkes 
8. Theil, Atar-Gull : Roman : 1. Bändchen (1838)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ſpiegelten ſich der blaue Himmel und gruͤne Baͤume, bedeckt mit Vögeln und Fruͤchten von allen Farben.

Hier die Mimoſa mit zarten, gezackten Blät⸗ tern, der Ebenholzbaum mit ſeinen ſchoͤn geformten gelben Girandolen, der Sabris mit rothen Bohnen, vom wilden Aprikoſenbaume geſtutzt; dort nach dem Strome gebeugte Weiden, der ihr langes, glattes, ſilberglaͤnzendes Haar mit ſich fortzieht, waͤhrend biegſame Rankengewächſe ſie mit purpurnem Blu⸗ mennetz umſchlingen.

Zuweilen durchbrach ein maͤchtiger Sonnenſtrahl plötzlich das dunkle Laub, es theilweiſe vergoldend, ſo daß man den Kopf und den orangengelben Hals des Didrick hell glänzen ſah, waͤhrend ein lau⸗ niſcher Schatten dieſes magiſche Farbenſpiel hart abſchnitt, und den Reſt des Koͤrpers mit den lan⸗ gen weißen Federn ſeines Schweifes matt ver⸗ ſchleierte.

Wenn ein heller Strahl durch eine ſchmale Oeffnung plotzlich in ein dunkles Zimmer dringt, ſieht man ſogleich um die Achſe deſſelben einen Schwarm flimmernder Atome fliegen.

So glänzte Alles, was im Walde von dieſem Strome des Lichtes getroffen ward, in tauſend Strahlen; rothe Papageien ſchwangen ihre ſammet⸗ ſchwarzen Fluͤgel; rothe Flamingos; goldgelb⸗ und azurblaue Colibris; ſcharlachrothe Cardinalvogel mit ihrem ſtattlichen, glaͤnzenden Federbuſch.

Dann verweilte der ſchoͤne Strahl auf der