Teil eines Werkes 
8. Theil, Atar-Gull : Roman : 1. Bändchen (1838)
Entstehung
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ſegel verloren hatte; aber die Wellen begannen zu ſchwellen; der Himmel bedeckte ſich mit rothlichen Duͤnſten, wie der Dampf einer Feuersbrunſt, und breitete einen grauen, truͤben Schleier uͤber den eben noch ſo friſchen, ſo blauen Ocean.

vDas iſt eine Probe von dem, was uns der Orkan verſpricht; er wird Wort halten, ſagte Benoit, der ſich darauf verſtand; auch waren kaum die Segel eingerafft, als ſich ein dumpfes Heulen vernehmen ließ, und eine ungeheure, duͤſtere, ſchwarze Wolkenmaſſe, die den Himmel mit dem Meere zu verbinden ſchien, ſchnell von Nordweſten kam, ſie⸗ denden Schaum vor ſich her treibend, ein ſchreck⸗ liches Zeichen von der Wuth der Wellen, die mit dem Sturme kommen.

Benoit und Simon druckten ſich die Haͤnde, und wechſelten bedeutende Blicke.

Ihre Geſichter, vor wenigen Augenblicken noch ſo nichtsſagend, wie der leichte Wind, der in dem Tauwerke ſpielte, ſchienen aus einem erſchlaffenden Schlummer aufgeweckt; denn dieſe gewoͤhnlichen Menſchen, dieſe Zwerge bei ruhigem Wetter, wuch⸗ ſen maͤchtig mit dem Unwetter, und richteten ſich bei dem erſten Toben des Sturmes als unerſchrok⸗ kene Rieſen empor.

Aller kleinliche, niedere Ausdruck verſchwand aus dem Geſichte des Capitains; ſeine Stirn, auf wel⸗ cher Dummheit gethront hatte, erhob ſich glaͤnzend, und ſchien mit unglaublicher Kuͤhnheit den Himmel

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