Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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In dem Erin'ſchen Hauſe entwickelte ſich nun eine un⸗ ruhige Thätigkeit, indem man zu der ſo nahe bevorſtehen⸗ den Hochzeit und Abreiſe der Tochter mit ängſtlicher Be⸗ ſorgniß ſo viel als möglich einrichtete.

Cäcilie nahm natürlich daran den lebhafteſten Antheil, aber ſie war eben ſo ängſtlich bemüht, jeden freien Augen⸗ blick ihren Eltern zu widmen und namentlich die Gegenwart ihres Vaters zu genießen, die ſie ja bald für immer ent⸗ behren ſollte.

So ſaß ſie wieder in der letzten Woche der feſtgeſtellten Zeit mit ihm im Atelier, der träumeriſch und oft tief auf⸗ ſeufzend vor der Staffelei ſtand, ohne an ſeinem Bilde zu malen. Da wurde der Miniſter gemeldet.

In einem ſo kleinen Staate, wie derjenige war, zu welchem die Univerſitätsſtadt gehörte, iſt ein Miniſter nicht eine ſo ercluſive Perſon, wie in einem großen. Dieſer war dazu ein Jugend⸗Bekannter des alten Erin, hatte ſich aus einer niedrigen Stellung emporgearbeitet und verſäumte es niemals, bei ſeiner Anweſenheit in der Stadt ſeinen alten Jugendgenoſſen zu beſuchen.

Ich darf ihn nicht abweiſen, mein Kind, bemerkte der alte Erin, ſo ungelegen mir jetzt auch ſein Beſuch kommt.

Der Angemeldete trat bald darauf ein.

Es freut mich, Sie wohl zu finden, mein alter Freund, ſagte er hetzlich, in unſeren Jahren iſt das

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