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wiederſehen! Sie ſollten mich vergeſſen, die kindliche Nei⸗ gung, wenn ſie überhaupt vorhanden war, ſollte bei Ihnen vergehen, wie ſie entſtanden. Nur das Bewußt⸗ ſein, ehrenhaft und recht gehandelt zu haben, ließ mich in dieſem ſchwerſten Kampfe meines Lebens Sieger bleiben und die Niederlage meines Sieges ertragen.— Da ſah ich Sie wieder, Cäcilie, ich erkannte, daß Sie unglücklich ſeien— ich erkannte, daß Sie mich auch geliebt hatten— mich noch liebten— laſſen Sie es mich immerhin aus⸗ ſprechen, daß ich es weiß, fuhr er bewegter fort, mag es kommen, wie es will, dieſes beglückende Bewußtſein können und dürfen Sie mir nicht mehr rauben!— Die Reue kam über mich, daß ich ſo gehandelt, daß ich damals
der Vereinigung unſerer Herzen entgegengetreten; ich klagte
mich des Kleinmuthes an und war jetzt zum erſten Male unglücklich, weil ich Sie unglücklich wußte, mein Ent⸗ ſagen den Werth eines Opfers verloren hatte.— Dann wurden Sie frei, mit Einem Male, und auch unſer Schickſal geſtaltete ſich plötzlich in anderer Weiſe. Glauben Sie es ſicher und beſtimmt, theure Cäcilie, wir haben Alles genau überlegt und erwogen— es gibt keinen ande⸗ ren Ausweg für uns. Wir haben unſer kleines Vermögen flüſſig gemacht; es wird ausreichen, uns drüben, wo
Arbeit und Fleiß die Hauptſache ſind, eine anſpruchsloſe, aber ſichere und von keiner Willkür gefährdete Zukunft zu
verſchaffen. Dieſe will ich mir gründen, ſprach er mit 16*


