einen Kampf, der ſchwer genug geweſen, aber nun zu Ende gekommen iſt— Sie allein könnten dies— Sie allein!
Ich allein? wiederholte ſie kaum hörbar.
Ja, Sie allein; ich muß frei und offen mit Ihnen reden— mein Geſchick, mein Glück ruht in Ihrer Hand— mögen Sie entſcheiden.
Sie erbebte bis in die innerſte Tiefe ihrer Seele, denn ſie wußte jetzt, was er ſagen würde, aber dieſes Erbeben war der Ausdruck eines nie gekannten, mühſam verborge⸗ nen Entzückens.
Es war der ſchwerſte Augenblick meines Lebens, fuhr er fort, indem er leiſe ihre Hand berührte, aber bald feſt in der ſeinigen hielt— der ſchwerſte Augenblick meines Lebens, als ich vor zwei Jahren von Ihnen ſchied. Ich liebte Sie damals eben ſo wahr und innig, wie ich Sie jetzt liebe und ewig lieben werde, ſagte er mit etwas leiſerer Stimme, während ſie tief erröthend ihre Augen niederſchlug und ihre Hand in der ſeinigen zitterte— aber eben weil ich Sie liebte, deßhalb mußte ich Ihnen entſagen. Was hatte ich, der arme Forſt-Candidat mit der ungewiſſen
Zukunft, Ihnen zu bieten? Durfte ich in Ihrer jungen Seele Empfindungen erwecken, welche Ihrem Glücke hin⸗
derlich ſein mußten?— Ich ſelbſt kam dabei nicht in Be⸗ tracht, Sie allein, Sie und Ihr Glück— deßhalb ſchied ich ſo von Ihnen, deßhalb nahm ich Abſchied auf Nimmer—
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