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den Tod hinaus in irgend einen ungeahnten Raum der unendlichen Schöpfung und malt ſich dort nach ſeiner irdi⸗ ſchen Anſchauung die ewige Seligkeit aus. Eine Seligkeit mit der erweiterten Erkenntniß des Unerforſchlichen, wo die Engel dem Ewigen Loblieder ſingen oder die Huris in un⸗ vergänglicher Schönheit aus goldenen Schalen Nektar kre⸗ denzen, oder die Krieger in vollem Waffenſchmucke ſich im Glanze ihrer Thaten ſonnen und ihre Feinde tödten— ſo malt ſich des Menſchen Geiſt ſeinen Himmel aus, einen Himmel, deſſen Erforſchung eine eben ſolche Thorheit bleibt, als diejenige, an ſeinem Daſein zu zweifeln— weil das Bewußtſein dieſes Daſeins mit uns geboren worden iſt.
Jener Sonnenblick belebte Cäciliens Hoffnungen und ließ ſie wieder froh zu dem irdiſchen Himmel emporblicken, und mit dieſem froheren und freieren Empfinden ge— langte ſie nach zwei Tagen in die Heimat, in das Land ihrer Jugend.
Ach, wie wohl, wie glücklich war ſie, als ſie wieder in ihrem kleinen Erkerſtübchen ſaß, mit dem Blicke nach den fernen Bergen, deren bekannte Linien den Horizont abgrenzten. Ihre Gedanken konnten wieder auf demſelben Wege dahingleiten, wie ſonſt über die Berge fort, noch über andere Berge und Thäler, die ſie kannte, obgleich ſie
dieſelben niemals geſehen hatte, die überhaupt gar nicht vorhanden waren, ſondern nur in ihrer Phantaſie beſtan⸗


