Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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den. Dann ſaß ſie wieder bei ihrem Vater im Atelier, ſah dem Schaffen ſeiner Bilder zu, und all die früheren kleinen Freuden und Sorgen traten wieder zu ihr heran, wie ſonſt.

An ſchönen, klaren, hellen Wintertagen ging ſie mit ihren Eltern ſpazieren über die Promenade, wo ſie ihm ſo oft begegnet war, oder hinaus nach irgend einem Punkte der paradieſiſchen Gegend. Immer mehr trat die Ver gangenheit in ihrer Erinnerung zurück, immer mehr war es ihr, als habe ſie nur ein böſer, wüſter Traum geneckt, und ſie bemühte ſich, die Gedanken daran zu verſcheuchen. Nur Eines quälte ſie die Ungewißheit über ſein Er⸗ gehen. Sie hatte nichts mehr von ihm gehört, keine Nachricht erhalten, und wenn ſie auch gerade darin eine Beruhigung fand und zu der Annahme kam, daß der Fürſt ſeine Drohung nicht ausgeführt habe, ſo doch frage Dich ſelbſt, geneigte Leſerin, was ſie empfinden mußte, da ſie ihn liebte; wir werden nicht nöthig haben, es Dir zu ſagen und klar zu machen.

So verging der Winter. Der Frühling ſandte ſeine erſten Boten in das Land, der Schnee auf den Bergen be

gann zu ſchmelzen, die Waſſer des Stromes zogen wild und Eisſchollen tragend dahin, die Augen der Schnee glocken blickten ängſtlich fragend in den Kampf der Ele⸗ mente, nach einem warmen Sonnenſtrahle ſpähend, und ſchloſſen ſich erſchreckt, wenn der erboſte Winter ſie mit