hauſen, und es war voraus zu ſehen, daß ihre Abreiſe vor vierzehn Tagen nicht würde erfolgen können.
Inzwiſchen hatte der Fürſt ſeinen Beſuch erneuert und
ſich nicht abweiſen laſſen. Sein Benehmen war rückſichts⸗ voll geweſen, und wenn ſeine Aeußerungen auch manche für Cäcilie nicht angenehme Beziehungen enthalten moch⸗
ten, ſo konnte ſie doch ſeine wiederholten Beſuche nicht zurück weiſen, ſie glaubte vielmehr, daß es weniger auf⸗
fällig und beſſer ſei, dieſelben anzunehmen und durch ein
kaltes, gemeſſenes Benehmen die Wiederholung derſelben zu beſeitigen, als ihn durch Abweiſung zu reizen. Dieſen Zweck erreichte ſie jedoch nicht, denn der Fürſt fing an, in der letzten Zeit täglich gegen Abend ſeinen Beſuch zu wie⸗ derholen.
Endlich ſtand der Verkauf der Möbel in der Zeitung — nur noch wenige Tage, und der gemeinſame Wunſch von Vater und Tochter konnte in Erfüllung gehen.
Der Tag vor der angeſetzten Verſteigerung neigte ſei⸗ nem Ende zu, der alte Erin war in Geſchäften ausgegan⸗ gen und Cäcilie mit dem Packen und Ordnen von man⸗ cherlei Gegenſtänden beſchäftigt, als der Fürſt abermals bei ihr vorfuhr.
Er ſchien aufgeregter, als ſonſt, und ſeine unruhigen Blicke flogen unzufrieden in dem Zimmer umher, in welchem bereits mancherlei Vorbereitungen zu der bevorſtehenden Verſteigerung ſichtbar waren.
Guſtav vom See. Wogen des Lebens. II. 15


