Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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tungsvoll anſehend: warum haſt du ſeine Bewerbung überhaupt angenommen, wenn du ihn nicht liebteſt?

Warum? erwiederte ſie tief erröthend, ich weiß es ſelbſt nicht, lieber Vater,— ich— ich war noch ſehr unerfah⸗ ren— und dann glaubte ich auch, daß ihr es wünſchtet.

Ja, ich wünſchte es damals auch, weil ich feſt überzeugt war, du würdeſt glücklich werden— doch laſſen wir das jetzt. Bald wird das alles, wie ein böſer Traum, hinter uns liegen, und in der alten, gewohnten Umgebung wirſt du wieder froh und heiter ſein, wie ſonſt. Ich habe ein großes Bild angefangen, fuhr er redſelig fort, bei deſſen Compoſition ich oft deinen Rath vermißte, das Motiv— doch iſt das nicht die Equipage des Fürſten, die eben anfährt?

Es iſt der Fürſt! rief ſie erſchreckt; ich bin nicht zu Hauſe, lieber Vater— oder ſage, ich ſei krank— denn ich will ihn keinesfalls ſprechen.

Eiligen Schrittes verließ ſie bei dieſen Worten das Zimmer und riegelte die Thür hinter ſich zu. Der alte Erin ging dem Fürſten bis auf die Treppe entgegen, und dieſer war genöthigt, nachdem ihm die ſehr unwillkommene Mittheilung gemacht worden, ſich wieder zu entfernen, ohne Cäcilie zu ſehen.

Das Ordnen von Cäciliens Angelegenheiten nahm jedoch mehr Zeit in Anſpruch, als der alte Erin erwartet hatte, denn er befand ſich bereits über eine Woche in Albern⸗