Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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daß ihr euch doch mit einander einleben würdet. Dies allein hat mich abgehalten, damals ernſtlich mit deinem

verſtorbenen Manne zu reden, welches, wie die Mutter.

nicht mit Unrecht meinte, leicht einen entgegengeſetzten Er⸗ folg hätte haben können.

O, wie freut es mich, daß du dies wenigſtens nicht ge⸗ than haſt, ſagte ſie leiſe.

Es iſt jetzt allerdings gut ſo, erwiederte er mit einer ihm ſonſt ungewohnten Erregtheit, jetzt, da er geſtorben iſt; denn ſonſt wäre es vielleicht beſſer geweſen, ein Band wieder zu löſen, das dich vielleicht unglücklich machte.

Aber wie kommſt du jetzt darauf, Vater?

Ich komme darauf, damit du dich nicht einer unnöthi⸗ gen, ich möchte faſt ſagen, einer unnatürlichen Trauer hin⸗ gibſt. Der Welt gegenüber haſt du genug gethan, laß es damit aber auch genug ſein— oder hätteſt du ihn dennoch geliebt, obgleich er dich ſo unwürdig behandelte?

Geliebt? ſagte ſie mit niedergeſchlagenen Augen und leiſer Stimme; warum fragſt du mich danach, Vater?— Aber er war mein Gatte— und er iſt auf eine ſo ſchreck⸗ liche Weiſe um das Leben gekommen.

Ja, das iſt er, erwiederte der Alte hart; aber weder ſeine Gattin und noch weniger das Land, deſſen Miniſter er war, haben Urſache, darüber zu trauern— doch, de mortuis nil nisi bene— darum laſſen wir ihn. Eine Frage möchte ich noch an dich richten, ſagte er, ſie erwar⸗