weder der Gattin noch des Volkes Liebe folgte ihm nach.—
Komm, mein Kind, ſagte der alte Erin, nachdem Beide eine Zeit lang ſchweigend da geſtanden, komm, laß uns gehen, es iſt ſchon ſpät und kühl, du möchteſt dich erkälten.
Von jener Stunde an wurde ſie ruhiger und gefaßter, ſie wurde ſogar wieder heiter, und es zog ein Friede in ihr Herz, welcher ihm lange fremd geweſen war. Ein Geſpräch mit ihrem Vater am anderen Tage— es war ein heiterer, klarer, erfriſchender Herbſtmorgen— hatte weſentlich dazu beigetragen.
Mein Kind, ſagte der alte Erin, dem es vot Allem darum zu thun war, Cäciliens Kummer zu verſcheuchen, laß uns offen und frei mit einander reden. Daß du dei⸗ nem Manne nachtrauerſt, iſt achtungswerth, aber— ver⸗ dient hat er es nicht um dich.
Vater, unterbrach ſie ihn tief erſchreckt, wie kannſt du nur ſo reden?
Glaubſt du denn, ich hätte, als ich zum Beſuche bei euch hier war, es nicht bemerkt, daß ihr nicht glücklich leb⸗ tet? Er hat mich mit ſeinen glatten Worten nicht beſtechen können, denn ich leſe in deinen Augen, mein Kind, und wenn du dir auch Mühe gabſt, mich zu täuſchen,— ich habe doch darin geleſen. Ich machte mir damals die größ⸗ ten Vorwürfe, daß ich meine Einwilligung zu eurer Ver⸗ bindung gegeben hatte, und nur der Gedanke tröſtete mich,


