Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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Wird es dich nicht zu ſehr aufregen, mein Kind? Nein, nein. Wir müſſen auch einen Grabſtein be⸗

ſtellen— ja, einen Grabſtein, du wirſt mir rathen, wie er

ſein ſoll.

Ich werde das beſorgen— überlaß das mir.

Aber ich werde ihn noch ſehen, ehe wir abreiſen?

Ich hoffe es, wenn die Zeit nicht zu kutz ſein wird.

Jedenfalls werden wir die Gewißheit erlangen, daß er ſo gemacht wird, wie wir es wünſchen.

Darüber kannſt du ganz ruhig ſein.

So laß uns denn gehen, lieber Vater, ſagte ſie mit einem tiefen Athemzuge.

Bald ſtanden ſie vor dem noch friſchen Grabe, bedeckt mit Kränzen, die Cäcilie hingelegt hatte. Schweigend blickten ſie auf den Hügel hinab, unter welchem der ganze Ehrgeiz und alle Plane eines Mannes eingeſargt waren, welche ſein Gehirn erregt und bewegt hatten, als das Leben noch darin pulſirte— Plane und Gedanken, die damals einen ſo tief eingreifenden und verderblichen Einfluß auf die Geſchicke des Landes und ſeiner Bewohner ausgeübt hatten, über welche der Fürſt ihm die Macht und die Ge⸗ walt verliehen. Sie alle lagen jetzt unter dem unſchein⸗ baren Hügel mit den verwelkten Kränzen— unter dem Hügel, auf den keine Thräne der Liebe gefallen war, den kein ſtummer, von Schmerz und Trauer unflorter Blick ge⸗ heiligt hatte. Der Gatte, der Miniſter war todt— und