der aller Wahrſcheinlichkeit nach den Pferden in die Zügel gefallen ſei, mit umgekommen wäre.
Obgleich dieſe Gerüchte den Behörden nicht unbekannt blieben, weil ſie allgemein geglaubt und erzählt wurden, und ſo auch zu den Ohren des Fürſten gelangten, und ob⸗ gleich man zuletzt ſelbſt an der Richtigkeit derſelben nicht mehr zweifelte, ſo bot man doch Alles auf, um ſie zu unter⸗ vrücken und ſelbſt zu widerlegen, weil dadurch die inneren zerrütteten Zuſtände des Landes noch mehr bloßgelegt wor⸗ den wären. Der Grimm und der Haß des Fürſten gegen die Umſturz⸗Partei aber, wie er die Oppoſition nannte, ſteigerte ſich dadurch zu einer Reizbarkeit und Höhe, welche ihn zu noch gewaltſameren Maßregeln trieben, als bisher bereits angeordnet waren.
Seine Stimmung wurde eine immer heftigere und un⸗ leidlichere, durch welche ſeine nächſte Umgebung viel aus⸗ zuſtehen hatte. Nettchen fehlte ihm überall; denn obgleich ihr gegenſeitiges Verhältniß in der letzten Zeit Manches an Innigkeit verloren hatte und er Tage, ſelbſt Wochen fern von ihr ſein konnte, ſo war ihr Verluſt, ihr Nichtmehr⸗ vorhandenſein jetzt für ihn doch ein ſchweres Unglück. Die Gewohnheit hatte das Band der Leidenſchaft feſter geknüpft — alle ihre Fehler traten in den Hintergrund, und die Stunden, welche er im Glücke und im Rauſche mit ihr ver⸗ lebt hatte, und alles, was ſchön und begehrungswerth an


