Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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ſpottend wiederholt— dann wurde es wieder ſtill und laut⸗ los, wie zuvor.——

Zitternd, mit lauſchendem Ohre und ſtarrendem Auge

ſtand er mitten im Wege, die Stange mit dem Tuche ent⸗ fiel ſeiner Hand— die ſchauerliche, gräßliche That war

vollbracht— er blickte ſcheu um ſich— es war Alles wie vorher— nur die Schatten waren an den Felſen höher hinauf gezogen, und der Raubvogel droben in der Luft ſtieß einen leiſen, ſchrillenden Schrei aus.

Bebenden Schrittes trat er dem Abgrunde näher. Er wollte hinab blicken, aber er vermochte es nicht, ſeine Kniee zitterten, ſein Auge unflorte ſich. Er raffte ſich gewaltſam zuſammen und kroch bis an den äußerſten Rand des Fel⸗ ſens. Seine Augen ſtierten jetzt in die Tiefe hinab. Er ſah unten auf dem ſchmalen Wieſenſtreifen am Bache Ge⸗ genſtände liegen, helle und dunkle, wirr durcheinander, aber er konnte nicht erkennen, was es war.

Noch weiter beugte er ſich vor, noch feſter bohrten ſich ſeine Augen in die Tiefe. Der Luftzug trug das Rauſchen des Baches wie ein leiſes Wimmern zu ihm herauf— er trallte ſich feſt an den Felſen und lauſchte.

Sie ſpricht zu mir, murmelte er dann, ſie ſpricht zu mir! Ha, und nun ſehe ich ſie auch, redete er weiter, indem ſeine Sinne ſi ſich verwirrten, ſie ruht unten auf dem Raſ⸗ — dort ruht ſie mit ihren ſchönen, weichen, ſchwe Gliedern— und ich bin fern— kann nicht zu ihr