Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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wo ſie nach mir verlangt—— ha, ſie ruft mich und will mich verlocken, wie ſonſt—— komm, Ferdinand— du Theurer, Geliebter— du ſüßer Ferdinand, warum kommſt du nicht?— Läßt du mich vergebens warten— wenn meine Arme dich umfangen wollen? Liebſt du mich denn nicht mehr?

Der Wahnſinn ſchien ihn zu erfaſſen. Ach, ſie ruft mich, ſie ruft mich— ganz ſo wie damals in der Laube im Garten ihres Vaters!——

Er ſprang auf und ſtand dicht am äußerſten Rande des Felſens.

Ob ich dich noch liebe, rief er mit dem Ausdrucke des Entzuckens, ob ich dich noch liebe, du mein ſüßes, herziges Nettchen? Konnteſt du je daran zweifeln?

Er breitete die Arme aus, und— wie der Schwimmer ſich vom Schwungbrette kopfüber in die Wogen ſtürzt, ſo ſchnellte er ſich hinab von dem Rande des Felſens.

Noch einmal rief das Geräuſch von dem Fallen ſeines zerſchmetterten Körpers das ſchlummernde Echo an dem gegenüber liegenden Felſen wach, dann wurde es wieder ſtill, einſam und lautlos, wie vorher.

Die Sonne war untergegangen— der Glanz der Farben verſchwunden, die Felſen und der Wald drüben lagen

ealten, einförmigen Grau, der Nebel zog geſpenſterhaft

Schlucht herauf und bedeckte ſie wie mit einem kalten Leichentuche. Der Falke oben in der