die einmal nicht paſſen und leicht zu Mißdeutungen Veran⸗ m laſſung geben— wenn wir aber unter uns ſind, können
wir in der alten Weiſe mit einander reden, nicht wahr? e⸗ Willſt du mir den Gefallen thun?
Wenn Sie es befehlen—
te Wenn ich es befehle? fragte Nettchen mit einem finſte⸗ ir ren Blicke; ich hätte allerdings eine andere Antwort auf en ein ſo freundliches Anerbieten erwartet. at Laſſen Sie mich offen ſprechen, ſagte Cäcilie, indem es ihr Auge Nettchens forſchenden Blick ruhig aushielt; wenn e⸗ ich einmal Du und einmal Sie ſagen müßte, ſo würde ⸗ dies meine Vorſtellungen verwirren, in welchen doch das es„Sie“in ſeiner Hauptgeltung ſtehen bliebe. Ich kann zu 6 einem Menſchen nicht abwechſelnd„Sie“ oder„Du“ ſagen, wenn mir das letztere von Herzen kommen ſoll, denn das„Du“ iſt die Sprache des Vertrauens und der
Freundſchaft, und es würde mich ſtets ſchmerzen, wenn ich dieſe verläugnen ſollte. Nun, ſo laſſen wir es denn beim„Sie“, Frau Cabi⸗
netsräthin, erwiederte Netichen kalt, indem ſie aufſtand; n dort kommt mein Gemahl, ich glaube, Sie haben ihn noch gar nicht begrüßt.
Der Fürſt näherte ſich raſchen Schrittes und erwiederte dann mit ſichtbarer Ueberraſchung die Verneigung Cäci⸗ t liens. Es war unverkennbar, daß ihr Anblick ihn be⸗ troffen machte, denn er hatte ſie nie ſo ſchön geſehen. Sie
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