Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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Zerſtreuungen haſt, damit du deinen Gedanken gar keine Audienz geben kannſt. Es paßt ſich vortrefflich, daß wir morgen Abend zum Fürſten eingeladen ſind.

Morgen ſind wir zum Fürſten eingeladen? fragte Cä⸗ cilie beſtürzt.

Ja, mein Kind, es trifft ſich gerade ſehr gut.

Morgen, wo die Eltern abreiſen? Morgen ſoll ich in Geſellſchaft gehen, und zum Fürſten— zu der Gräfin?

Nun natürlich iſt die Geſellſchaft in den Räumen ſeiner Gemahlin, wo ſollte ſie ſonſt ſein? Sie beſteht indeſſen nur aus dem engeren auserwählten Cirkel, in welchen einge⸗ führt zu werden du dir zur Ehre anrechnen mußt.

Morgen? Morgen kann ich unmöglich gleich in Ge⸗ ſellſchaft gehen, ſagte Cäcilie, indem ſie angſtvoll zu ihrem Vater aufblickte; du wirſt das nicht von mir verlangen, Leſſen, und noch dazu bei der Gräfin.

Sehen Sie, ſo iſt ſie! rief Leſſen, dem es ſchwer wurde, ſeiner üblen Laune nicht ganz den Zügel ſchießen zu laſſen.

Seien Sie nicht ungehalten, beſter Schwiegerſohn, be⸗ gütigte der alte Erin; Sie müſſen einige Nachſicht mit ihren, allerdings hier nicht gerechtfertigten Gefühlen haben — ſie kann immer noch die Vergangenheit nicht vergeſſen. Aber du haſt Unrecht, mein Kind, fuhr er mit liebevollem Tone fort, durchaus Unrecht. Was hat unſere Abreiſe mit dieſer Geſellſchaft zu thun? Im Gegentheile, ich theile