vollkommen die Anſicht deines Mannes, daß dieſes gerade als ein günſtiger Zufall zu betrachten iſt. Du wirſt dich zerſtreuen, mein Kind, deine Gedanken werden von Betrach⸗ tungen abgelenkt, an welchen ſie doch nicht länger haften ſollen und können. Außerdem biſt du das der Stellung deines Mannes ſchuldig, und es würde mich betrüben, wenn du deine Weigerung fortſetzen ſollteſt.
Das würde dich betrüben? fragte ſie mit zitternder Stimme.
Gewiß, mein Kind, es würde mich ſehr beunruhigen, und dieſe Unruhe mich auf der ganzen Rückreiſe begleiten.
O, ich will dich nie betrüben, lieber Vater! rief ſie.
Ich werde mitgehen, du kannſt ganz ruhig ſein, ich werde mitgehen, und kein Wort des Widerſpruches ſoll mehr von mir gehört werden!
Ich danke dir, mein Kind, aber du mußt auch fröhlich
und heiter dabei ſein, wie es ſich für eine junge Frau paßt.
Ganz fröhlich und heiter, erwiederte ſie mit einem
Lächeln, welches den um ihren Mund zuckenden Schmerz nur unvollkommen verbarg.
Und ich danke Ihnen, verehrteſter Schwiegerwater, ſagte Leſſen hart, daß Sie meine Frau bewogen haben, den
Wünſchen ihres Gatten nachzukommen und ihre Pflichten
gegen denſelben zu erfüllen. So ſehr man auch gegenſeitig bemüht war, die letzten Stunden des gemeinſamen Beiſammenſeins heiter zu ver⸗


