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auch alles ſpäter, ich weiß das aus eigener Erfahrung. Laß dich daher nicht von augenblicklichen Stimmungen be⸗ herrſchen. Zeige deinem Manne ſtets ein heiteres, fröh— liches Geſicht, und bedenke zugleich, daß du deinen Eltern, und namentlich deinem Vater, keine größere Freude bereiten
kannſt, als daß du ihn die feſte Ueberzeugung deines Glückes mit in die Heimath nehmen läßt.
Das ſoll er, das kann er, liebe Mutter, erwiederte Cäcilie mit niedergeſchlagenen Augen; ich würde ſehr be⸗ trübt ſein, wenn er es nicht thäte.
Nun, das freut mich, mein Kindz es ſchien mir, als ob einige Zweifel deßhalb bei ihm aufgeſtiegen wären, es wird dir nicht ſchwer werden, ſie wieder zu zerſtreuen.
Die Stunde der Abreiſe rückte indeſſen immer näher, ſchon zwei Mal hatte ſich der alte Erin durch die Bitten ſeines Kindes bewegen laſſen, noch ein paar Tage zuzu⸗ ſetzen, eine längere Zögerung war jedoch nicht möglich, und morgen in aller Frühe ſollte die Abreiſe erfolgen, ſo war es feſtgeſetzt. Leſſen hatte ſich in der letzten Zeit, ſeine viel⸗ fachen Geſchäfte vorſchützend, noch ſeltener gemacht, als bisher; es war ihm entſchieden unangenehm, den innigen Herzensverkehr ſeiner Frau mit ihrem Vater und ihre zu⸗ nehmende Traurigfeit über deſſen Abreiſe zu ſehen.
Am letzten Tage kam er jedoch früher, als dies ſonſt geſchah, nach Hauſe, und ſchien beſonders heiter und auf⸗ geweckt.


