Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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ihres Vaters jetzt erkannte; du kannſt ſicher glauben, ich bekümmere mich gar nicht um alle dieſe Dinge,— was gehen ſie mich auch an? Indeſſen, wenn man täglich davon reden hört, ſo wird man unwillkürlich mit daran betheiligt.

Davor mußt du dich ſehr hüten, mein Kind, bemerkte der alte Erin, ſeine Tochter noch immer beſorgt anſchend. Es mag hier Manches geſchehen, was beſſer nicht oder an⸗ ders geſchähe, indeſſen, du mußt dich davon fern halten, und beſonders bedenken, daß es die Pflicht der Frau iſt, mit ihrem Manne in allen weſentlichen Dingen übereinzu⸗ ſtimmen.

Ja, das ſage ich mir auch, und deßhalb ſchweige ich und denke.—

Sie gingen längere Zeit ſchweigend und Jeder mit ſei⸗ nen Gedanken beſchäftigt, neben einander. Der alte Erin hatte jetzt erkannt, daß das eheliche Verhältniß ſeiner Toch⸗ ter mehre tiefe Schattenſeiten habe, ſo ſehr ſie ſich auch be— mühte, dies zu verdecken. Dieſe Erkenntniß ſtimmte ihn traurig und bewog ihn zugleich, ſich weitere Gewißheit dar⸗ über zu verſchaffen.

Habt ihr denn ſonſt noch Geheimniſſe vor einander? fragte er daher, ſie feſt anſehend.

Geheimniſſe? erwiederte ſie lachend, du meinſt Leſſen und ich? Was ſollten wir für Geheimniſſe haben, Papa? Und das, worüber wir ſprechen, iſt auch kein Geheimniß zwiſchen uns, wir reden oft darüber; er nennt mich dann