Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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Erin; ich habe auch ſchon daran gedacht, ob ich meine Stellung daheim nicht aufgeben und zu euch hieher ziehen ſoll. Wir ſind alt, und malen könnte ich hier ja auch. * O, thue das nicht, thue das ja nicht! rief ſie mit ſicht⸗ barer Angſt; ach, nein, ſetzte ſie ruhiger hinzu, es würde dir hier, fern von deinen Freunden gewiß nicht gefallen!

Aber ich wäre bei dir, mein Kind, wir könnten uns täglich ſehen—

Nein, nein, rief ſie, du darfſt nicht daran denken! Wenn ich ein Mann wäre, ich würde nie und nimmer an dieſem Orte oder in dieſem Staate leben!

Er ſah ſie bei dieſen, von ihr mit großer Erregung ge⸗ ſprochenen Worten verwundert an, denn ihre ſonſt ſo ſanf⸗ ten Augen hatten ſich, während ſie ſprach, mit einem un⸗ gewöhnlichen Glanze gefüllt.

Wenn du ein Mann wäreſt? wiederholte er; was willſt du damit ſagen?

Ich möchte dann nicht in einem Lande leben, wo Recht und Geſetz nur nach der Laune eines eigenwilligen und dünkelhaften Fürſten gehandhabt werden, wo—

Kind, Kind! rief ihr Vater faſt beſtürzt, was führſt du für Reden? Wenn das dein Mann hörte— weiß er denn, daß du ſolche Anſichten haſt?

Leſſen, meinſt du? Nein, lieber Vater, der weiß das natürlich nicht— es war auch nur eine unbedachte Aeuße⸗ rung von mir, ſetzte ſie lächelnd hinzu, da ſie die Unruhe

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