nichts! Du biſt träumeriſch, in dich abgeſchloſſen, meine
eigenen Angelegenheiten haben kein Intereſſe für dich, du haſt eine ſtete Scheu, dich öffentlich oder in Geſellſchaften zu zeigen, deine Heiterkeit hat ſtets etwas Gezwungenes, dein ſonſt ſo fröhliches Lachen iſt verſtummt— was ſoll ich mit einer ſolchen Frau? Ich bedarf bei meinen vielen und unangenehmen Geſchäften einer Frau, die mich auf⸗ heitert, mit der ich Dinge reden kann, über die ich ſonſt ſchweigen muß, die ſich für mich, meine Angelegenheiten, meine Plane intereſſirt und mir darin rathend zur Seite ſteht; ſtatt deſſen beſitze ich ein ſentimentales, ſchüchternes, weinerliches Weſen, das immer noch ſeine Vergangenheit nicht vergeſſen kann— und mich herzlich langweilt, und das iſt das Schlimmſte!
Ich werde verſuchen, mich zu beſſern, ſagte ſie, mit ihren Thränen kämpfend; es iſt mir noch Alles ſo neu, ſo ungewohnt, ſo— es wird ſich finden— du mußt Nach⸗ ſicht haben, lieber Leſſen, und beſonders heute. Laß uns heute nicht weiter darüber ſprechen, fuhr ſie mit niederge⸗ ſchlagenen Augen fort, während die ſeinen kalt an ihr hin⸗ gen, heute nicht— ich bitte dich darum.
Warum heute nicht? fuhr er auf; glaubſt du, es wäre
mir genehm, dieſes Thema nochmals von vorne mit dir anzufangen? Nein, es iſt gut, daß wir uns einmal gründ⸗ lich ausſprechen. Der Beſuch deiner Eltern iſt mir im


