Ganzen nicht unangenehm, ich werde Gelegenheit nehmen, auch mit deinem Vater zu reden—
Ach, Leſſen, rief ſie in ſichtbarer Angſt, das wollteſt du thun?
Warum ſollte ich es nicht thun? Ich habe mir nichts vorzuwerfen— ich—
Höre, unterbrach ſie ihn mit vor Freude aufleuchtenden Blicken, es kommt ein Wagen! Sie ſprang an das Fenſter. Sie ſind es! Sie ſind es! rief ſie dann und flog, ohne eine weitere Antwort ihres Gatten abzuwarten, aus dem Zimmer.
Der Wagen hielt vor der Thür und der alte Erin ſtieg eilig aus, ſchon aus der Ferne mit den Blicken ſeine Toch⸗ ter ſuchend. Sie wollte ihm bis an den Wagen entgegen eilen, aber ſie vermochte es nicht, zögernd blieb ſie im Hausflur ſtehen.
Als Cäciliens Vater dann den Hausflur betrat, als ſie ihn wiederſah, ſtürzte ſie auf ihn zu und ſchlang ſtür⸗ miſch ihre Arme um ſeinen Hals.
Ach, mein lieber, lieber, guter Vater! rief ſie und brach dann in ein lautes und krampfhaftes Weinen aus.
Alle ihre Bemühungen, alle ihre Vorſätze waren nun doch vergebens geweſen; ſie konnte nicht anders, ſie ver⸗ mochte den Thränen nicht zu gebieten, und nun, da ſie ſo unaufhaltſam und gewaltſam hervorbrachen, nun mußte ſie ſich willenlos ergeben.


