Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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geweſen, wenn ſie ſich ſo recht hätte ausweinen können,

aber ſie durfte es nicht, der Vater würde es jedenfalls be⸗ merkt haben! Gewaltſam kämpfte ſie die eigenwilligen Thränen zurück, ſtrich ſich mit der Hand über die Stirn, holte tief Athem und ging dann zögernden Schrittes der Thür zu, welche nach ihres Mannes Zimmer führte.

Es thut mir ſehr leid, ſagte ſie mit leiſe bebender Stimme, an der Thür ſtehen bleibend, daß gerade heute nicht Alles ſo war, wie es hätte ſein ſollen ich werde bemüht ſein, daß du künftig keine Veranlaſſung zu ähn lichen Klagen haſt. Sei mir deßhalb nicht mehr böſe du weißt, ich hatte heute noch Manches zu beſorgen es wird nicht wieder vorkommen ich war zerſtreut, der Ge⸗ danke und die Freude, meine Eltern wiederzuſehen, beſchäf⸗ tigten mich wenn du einige Rückſicht nehmen wollteſt vielleicht ſchon der Eltern wegen....

Dieſe wiederholten und ſtets in den Vordergrund tre tenden Beziehungen auf den Beſuch ſeiner Schwiegereltern ärgerten ihn von Neuem und blieſen die Flammen des Zornes in ſeinem Innern wieder an, die er ſchon aus Grün⸗ den der Klugheit zu unterdrücken bemüht geweſen war.

Höre, Cäcilie, ſagte er daher, ohne ſeine liegende Stel lung auf dem Sopha zu verändern, die kindliche Liebe iſt recht anerkennungswerth, ſie zeugt von einem guten und dankbaren Herzen; es hat aber Alles ſeine Grenzen, und

wenn die Frau gar keine anderen Gedanken hat, wenn ſie