Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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heiter und fröhlich ſcheinen, wenn er zurückkam; denn ſie wußte, er machte ihr ſonſt zärtliche Vorwürfe und fragte, ob ſie nicht glücklich ſei, und das mußte ſie vermeiden. Das geſchah aber nur in der erſten Zeit; als ſie dann, ungeach⸗ tet ſie ſich abmühte, doch ernſter und ſchweigſamer wurde, als das Lächeln ihres Mundes verſchwand oder ſich nur gezwungen einſtellte, da wurde auch er anders. Er be läſtigte ſie weniger mit ſeinen Zärtlichkeiten, was ſie dank bar anerkannte, er ſprach und erzählte auch nicht mehr ſo viel, was ihr auch nicht unangenehm war, aber er wurde auch kälter, gemeſſener und rückſichtsloſer, was ſie mit einer ruhigen Ergebung hinnahm, welche ihn am meiſten ärgerte und verletzte.

So rückſichtslos, wie heute, war er noch nie geweſen; er hatte wenigſtens vor den Dienſtboten ſtets den Schein bewahrt und war oft mitten aus einer heftigen Rede oder aus einer vorwurfsvollen Belehrung in einen heiteren Scherz übergeſprungen, wenn zufällig einer der Dienſtboten eingetreten war, denn es durften keine Gerüchte von etwai gen Zerwürfniſſen in ſeiner Ehe in Umlauf kommen; er ſelbſt ſprach draußen ſtets mit einer auffälligen Begeiſte⸗ rung von ſeiner Frau aber heute hatte er auch die Grenze überſchritten. Gerade heute, wo die Eltern kommen ſollten!

Sie ßand mit tiefem Schmerze und gefalteten Händen vor dem abgeräumten Tiſche. Ach, wie wohl wäre es ihr