Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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für ihn lag ſtets ein gewiſſer Zwang, ſie hörte ſeine langen, geiſtvollen Erörterungen an, mit denen er ihren Verſtand bilden zu ſich heranbilden wollte, wie er es nannte zerſtreut, ohne Theilnahme, und beantwortete dann ſeine Fragen, als ob ſie während deſſen ſich mit ganz anderen Dingen beſchäftigt habe..

Sie hatte kein Verlangen, in Geſellſchaften zu gehen, gegen die Cirkel des Hofes einen entſchiedenen Widerwillen, ſo daß ſie nur, wenn er es faſt befehlend verlangte, ſich dazu entſchloß, ihm dahin zu folgen. Gegen die Gräfin, die ihr mit der Hetzlichkeit einer Jugendfreundin entgegenkam, hatte ſie ſich mit Zurückhaltung und Verlegenheit benom men, ſo daß es Leſſen vorgezogen, ſie von dem Hofe fern zu halten. Sonſt konnte er keine begründete Klage gegen ſie geltend machen, denn ſie that alles, was er verlangte, aber auch nicht mehr, nichts von freien Stücken, nichts, um ihm eine unvorhergeſehene Freude zu machen, und alle jene kleinen und doch ſo werthvollen Aufmerkſamkeiten, welche allein nur die Liebe erfinden und bereiten kann, fehl ten gänzlich, ſie hatte nie daran gedacht. Er im Anfange dann auch nicht mehr, denn ſolche Ueberraſchungen und Zärtlichkeiten waren von ihr ja auch niemals nach ihrem von ihm ſehr hoch angeſchlagenen Werthe anerkannt worden.

Die heutige Scene war daher von ſeiner Seite eigent⸗ lich der Ausbruch eines Gewitters wozu ſich der Stoff in