Hauſe kam, war ſie ſchon wieder mit den Einrichtungen zum Empfange ihrer Eltern beſchäftigt, die doch, wie er ſich ſagte, nun endlich einmal fertig ſein mußten. Sie trat ihm nicht, wie dies ſonſt immer ihre Gewohnheit war, freundlich und mit der Frage nach ſeinem Ergehen entge— gen— nein, ſie war oben auf dem Gaſtzimmer, und ſelbſt als er ihr hatte ſagen laſſen, daß er gekommen ſei, währte es noch eine geraume Zeit, ehe ſie endlich erſchien.
Sei nicht böſe, lieber Leſſen— ſie nannte ihn nie bei ſeinem Vornamen— ſagte ſie dann, indem ſie einen Korb fortſtellte, ſei nicht böſe, daß ich nicht unten war, als du kamſt; es ſiel mir noch ein, daß der Papa daran gewöhnt iſt, vor ſeinem Bette einen kleinen Teppich zu finden, da habe ich den meinigen hingelegt; auch war der Waſchtiſch noch nicht ganz in Ordnung. Nun wüßte ich aber wirk⸗ lich nichts mehr, fuhr ſie nachdenkend fort— ganz ſo wie zu Hauſe wird er es zwar nicht finden, aber ich denke, er ſoll nichts Weſentliches vermiſſen. Glaubſt du nicht auch? Oder fällt dir noch etwas ein?
Es hat Alles ſeine Grenze, erwiederte Leſſen verdrieß⸗ lich; es iſt recht hübſch und anerkennungswerth mit der kindlichen Liebe, aber eine Frau darf deßhalb die Pflichten gegen ihren Mann nicht vernachläſſigen.
Sei nicht böſe, bat ſie wieder eingeſchüchtert, die Freude,
meine Eltern wiederzuſehen....
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O. 4„ S 5 Ich will dir dieſe Freude durchaus nicht verkümmern,


