Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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Ah Sie müſſen dieſes Weſen ändern; bei einem ſo klugen, gewandten Manne hängt das nur von ſeinem Willen ab.

Doch nicht ſo ganz, die angeborne Natur des Men⸗ ſchen iſt ſchwer zu verändern.

Sie ſcheinen ja ſchon wirklich Erfahrungen in dieſer Beziehung gemacht zu haben. Warum bringen Sie Ihre Frau nicht öfter an den Hof? Die Gräfin von Schöneck würde erfreut ſein, ihre Jugendfreundin recht oft zu ſehen; ſie hat dies ſchon mehrmals geäußert, ich glaube auch ge⸗ gen Sie.

Die Frau Gräfin iſt ſehr gnädig, aber meine Frau iſt einmal ſehr ſchüchtern ſie würde eine unpaſſende Rolle ſpielen, denn ſie weiß ſich immer noch nicht recht in ihre hieſigen Verhältniſſe zu finden.

Ah, wie iſt das denkbar? Als ich ſie neulich ſprach, habe ich nur bemerkt, daß ſie als Frau noch weit hübſcher geworden iſt; ſie macht Ihrem Geſchmacke alle Ehre.

Ew. Hoheit ſind ſehr gnädig.

Ich wünſche, daß ſie öfter meine engeren Cirkel beſuche, ſagte der Fürſt beſtimmt, daß ſie meiner Gemahlin Geſell⸗ ſchaft leiſte, die ſich auch zuweilen noch etwas einſam vor⸗ fommt. Theilen Sie ihr das mit und veranlaſſen Sie, daß mein Wunſch bald in Erfüllung gehe.