Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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und allgemein man auch die Maßregel ſelbſt bedauerte, ſo erkannte man doch, daß jeder ſich deßhalb äußernde Wider⸗ ſpruch ungeſetzlich ſein würde.

Die Auflöſung der Kammer erfolgte wirklich am anderen Tage. Lautlos und ſchweigend hörte man die einleitenden Worte des Miniſters an, welche er mit etwas unſicherer Stimme ſprach. Die ganze Verſamm⸗ lung erhob ſich von ihren Sitzen, als die Ordre des Mit⸗ regenten verleſen wurde; dann ſchloß der Präſident die Sitzung und brachte dem Regenten ein dreifaches Hoch, in welches jeder der Anweſenden laut und ernſt ein⸗ ſtimmte.

Noch an demſelben Abende trat die Regierung ſcharf und entſchieden gegen die Mitglieder der aufgelöſten Kammer äuf, die man, weil ſie ſich ohne polizeiliche Er⸗ laubniß zu einer Beſprechung verſammelt hatten, gewaltſam aus einander trieb. Nach wenigen Tagen war es wieder ſehr ſtill und ruhig in der fürſtlichen Reſidenz geworden, welche die Kammer-Mitglieder eilig verlaſſen hatten und die ſonſt von fremden Reiſenden wenig beſucht wurde. Dieſe Ruhe ſagte aber gerade dem Fürſten zu; man war die Kammer und ihre ſo ſehr unangenehme Oppoſition los, wenigſtens für einige Zeit, man kam einmal wieder zu Athem und konnte mit Muße die geeigneten Maßregeln berathen, um nach drei Monaten eine beſſere Kammer zu erhalten. Der Mitregent erkannte jetzt erſt recht, nachdem

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