Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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ſich feſter in ſeinen Mantel und ſchritt, in tiefes Nach⸗ denken verſinkend, ſeiner Wohnung zu. Er dachte an

Vielerlei, vor Allem an ſeine Frau, dann an Leſſen, an

den Fürſten, an die Gräfin und an die Fürſtin, und je mehr er nachdachte, je mehr verwirrten ſich ſeine Gedanken und je weniger kam er dazu, einen feſten Plan für ſeine nächſte Handlungsweiſe feſtzuſtellen.

Es war das Gerücht verbreitet, die Fürſtin⸗Mutter werde am Abend zum erſten Male wieder das Theater beſuchen, und dieſes Gerücht, deſſen Urſprung wie gewöhnlich nicht zu ermitteln war, hatte genügt, nicht nur alle Räume des Theaters zu füllen, ſondern auch eine dichte Menſchenmaſſe vor demſelben zuſammen zu führen. Als die Fürſtin, welche ſich geweigert, mit der Gräfin von Schöneck gemein⸗ ſchaftlich im Theater zu erſcheinen, an einem Abend ihre Loge unerleuchtet und verſchloſſen gefunden, ſo daß ſie ge⸗ nöthigt war, wieder nach Hauſe zu fahren, war ein Tumult entſtanden, der das Einſchreiten des Militärs nöthig ge⸗ macht hatte. Die gegen die Fürſtin begangene Rückſichts⸗

loſigkeit wurde ſpäter zwar als ein Mißverſtändniß darge⸗

ſtellt, im Publicum glaubte man jedoch nicht daran, und da die Fürſtin bisher das Theater gemieden hatte, ſo war ihr heute angekündigtes Erſcheinen ein Ereigniß und eine willkommene Gelegenheit zu einer Demonſtration gegen den Mitregenten und die Gräfin von Schöneck.

Als daher wirklich am Abend der Wagen der Fürſtin