Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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langſam durch die dichtgedrängte Menſchenmaſſe nach dem Theater fuhr, wurde ſie mit lautem und enthuſiaſtiſchem Jubel begrüßt; beim Eintritt in ihre Loge erhob ſich das ganze Publicum von den Sitzen und brachte ihr ein drei⸗ maliges Lebehoch, in welches das Orcheſter mit einſtimmen mußte. Die weitere Vorſtellung verlief ruhig; nur zer⸗ ſtreute ſich die Menge vor dem Theater, ungeachtet des un⸗ freundlichen Wetters, nicht, ſondern wogte ab und zu, und als dann nach dem Schluſſe die Beſucher des Theaters das⸗ ſelbe verließen und dicht gedrängt den geöffneten Thüren entſtrömten, waren die Maſſen ſo angeſchwollen, daß der

Wagen der Fürſtin nur mit Mühe und im langſamſten

Schritte den kurzen Weg bis zum gegenüber liegenden Schloſſe zurücklegen konnte. Unaufhörlich wiederholten ſich die Lebehochs für die Fürſtin. Auch nachdem dieſe endlich ausgeſtiegen und ihr Wagen abgefahren war, wollten dieſe Demonſtrationen nicht enden. Die Volksmenge zog ſich vielmehr näher an das Schloß und wiederholte ihre Rufe und ihr Geſchrei.

Polizei⸗Beamte, welche zum Auseinandergehen auf⸗ forderten, wurden mit Hohn empfangen und mit Stein⸗ würfen begrüßt. Dann ertönte das Signal der Cavallerie, und eine dunkle Reitermaſſe ſtellte ſich am Theater auf. Cuiraſſe, Helme und gezogene Säbel glänzten unheimlich im flackernden Lichte der Laternen.

Die den Reitern zunächſt Stehenden drängten zurück,