wohl. Ich hoffe nun, das Glück zu haben, Sie wieder öfter in unſeren Kreiſen begrüßen zu können.
Der Geheimerath beendete heute ſeine amtliche Thätig⸗ keit etwas früher, als dies ſonſt ſeine Gewohnheit war, denn es fehlte ihm die richtige Sammlung; er war ſichtlich zerſtreut und ſeine Gedanken wollten durchaus nicht an den trockenen und abſtracten Vorſtellungen haften bleiben, wie es das Studium über die Natur der Grundabgaben nöthig machte. Er legte Acten und Urkunden-Bücher zuſammen und ging. Als ihm draußen die feuchte und ſcharfe Luft des jugendlichen Jahres muthwillig in das Geſicht blies, erſchrak er ordentlich und blickte verwundert umher, als ob er aus einem Traume erwache. Dann wickelte er ſich feſter in ſeinen Mantel und ging gemeſſenen Schrittes weiter, wie es ſeinem Alter und ſeiner amtlichen Stellung ent⸗ ſprach.
Auf dem Schloßplatze angekommen, ſah er die fürft⸗ liche Gala-Equipage mit vier Pferden beſpannt vor dem Flügel des Schloſſes halten, in dem die Fürſtin-Mutter wohnte; in demſelben Augenblicke trat der Mitregent in voller Uniform aus der Thür, ſtieg raſch in den Wagen, welcher dann ſogleich in ſcharfem Trabe fortfuhr. Es ent— ging dem Geheimenrathe nicht, daß keiner der Vorüber⸗ gehenden ſich darum zu kümmern ſchien.
Der Geheimerath war ſtehen geblieben, wie dies die Achtung gegen ſeinen Landesherrn erforderte, als der Wagen


