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ſoll ich wirklich Ihre mir vorhin an die Frau Gräfin über⸗ tragene Antwort ausrichten, oder wollen Sie ihr dieſelbe, wie ſie es erwartet, nicht ſelbſt bringen?
Wie ſie es erwartet? fragte der Geheimerath verlegen.
Ja, natürlich erwartet ſie dies, ſie nahm es ſogar als beſtimmt an und ſchien ſich darauf zu freuen, einen alten Freund, wie Sie nun einmal immer von ihr genannt wer⸗ den, einmal wieder zu ſehen— indeſſen, wenn Sie darauf 8
Ich werde die Ehre haben, ſagte der Geheimerath mit einem tiefen Athemzuge; wollen Sie vielleicht die Güte haben, dies der Frau Gräfin mitzutheilen, damit ſie mir eine Stunde beſtimme, in welcher...
Sie werden heute Abend um acht Uhr zum Thee er⸗ wartet, erwiederte Leſſen leicht— aber nun will ich mich Ihnen empfehlen, denn unſere beiderſeitige Zeit iſt koſtbar — ach, Sie glauben gar nicht, wie ſehr ich in Anſpruch ge⸗ nommen bin, kaum, daß mir eine Stunde für meine arme Frau übrig bleibt, die faſt den ganzen Tag allein ſein muß. Leben Sie wohl, Herr Geheimerrath, und vergeſſen Sie vor allen Dingen nicht, Ihrer Frau Gemahlin Anſichten zu be⸗ richtigen, das bleibt für den Augenblick die Hauptſache; denn ſobald Se. Hoheit mit ſeiner Mutter ausgeſöhnt ſein wird, iſt der Oppoſition der Boden unter den Füßen ent⸗ riſſen. Vergeſſen Sie das nicht und leben Sie für heute


