Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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Ihrer Frau Gemahlin die Ueberzeugung zu verſchaffen, daß das eigene Intereſſe der Frau Fürſtin⸗Mutter eine, wenn auch vorläufig vielleicht nur der Form nach, vorzunehmende Verſöhnung erheiſche. Wenn Sie ihr dies klar machen,

Herr Geheimerrath, wenn Sie die Folgen eines ferneren eigenſinnigen Beharrens der Frau Fürſtin in ihrem Wider⸗ ſtande in das gehörige Licht ſtellen, die Kränkungen und die Nachtheile ſchildern, die daraus für die hohe Frau noth⸗ wendig entſtehen müſſen, ſo zweifle ich keinen Augenblick, daß Ihre Frau Gemahlin, welche ja allgemein für eine ſehr geſcheidte und intelligente Dame gilt, die Ueberzeugung ge⸗ winnen muß, daß die Frau Fürſtin im eigenen wohlerwoge⸗ nen Intereſſe nichts Beſſeres thun kann, als die ihr aber⸗ mals zur Verſöhnung von ihrem Sohne angebotene Hand nicht wieder zurückzuweiſen. Geben Sie mir darin nicht Recht, Herr Geheimerrath?

Allerdings, allerdings, aber wenn nur....

So wird es alſo jetzt Ihre Aufgabe ſein, zuerſt die irr⸗ thümlichen Anſichten Ihrer Frau Gemahlin aufzuklären. Nach den von Ihnen vorher gemachten Aeußerungen darf ich mich wohl der Hoffnung hingeben, daß Sie Sich deſſen nicht weigern.

Nicht im entfernteſten, im Gegentheil, ich bin bereits längſt bemüht geweſen, bei meiner Frau dieſe Anſicht her⸗ vorzurufen; leider iſt mir dies nicht gelungen, und ich be⸗ zweifle auch...

Guſtav vom See. Wogen des Lebens. 11.

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